Grillkohle vs Briketts- Vor und Nachteile, teuer vs billig!

Was unerlässlich ist für das Grillen sind natürlich die Holzkohlen bzw. Grillbriketts, zumindest wenn man einen Kohlegrill betreiben will!  Doch was ist der Unterschied zwischen Holzkohle und Holzkohlebriketts? Welche Variante nehme ich für was her und welche Vorteile haben die beiden? Grillkohle ist besser für das direkte, kurze Grillen geeignet und Briketts sind für längeres, häufig indirektes Grillen zu verwenden sind. Warum das so ist erläuteren wir euch kurz und knackig.

Kohle und Briketts wofür verwenden

Die Holzkohle ist besser geeignet für direktes Grillen, da diese etwas höhere Temperaturen erzeugt, wodurch Fleischstücke (Steaks etc.) außen schnell und stark angegrillt werden und das Fleisch innen saftig bleibt. Die hohe Hitze ist hierbei unerlässlich um die verschiedenen Grillstufen des Fleisches (rare- medium rare …) zu erzeugen und gleichzeitig das Fleisch außen schön marmoriert gegrillt zu haben.  Außerdem hat die Holzkohle den Vorteil, dass sie leichter und schneller entflammt als die Briketts. Das heißt, dass man schneller mit dem Grillen starten kann und dadurch auch relativ kurzfristig den Grill „anschmeißen“ kann.  Der Nachteil der Holzkohle ist, dass diese allerdings auch so schnell wieder Temperatur verliert wie sie diese aufgebaut hat. Nach spätestens 30 Minuten ist die Kohle weggebrannt, zumindest wenn man nicht übermäßig viel Holzkohle im Grill hat.

Und genau hier setzen die Briketts an. Diese brennen deutlich länger und halten die Temperatur über eine deutlich längere Zeit konstant.  Allerdings haben die Briketts für das direkte Grillen den Nachteil, dass diese nicht so heiß werden wie die Holzkohle. Deswegen liegt die sinnvollere Verwendung der Briketts eher beim indirekten Niedrigtemperatur grillen, wie es beim Smoken praktiziert wird.

Hier wird langanhaltende (bis zu 20 Stunden), gleichbleibende niedrige Temperatur benötigt.  Hierfür sind die Briketts optimal. Ein Brikett brennt natürlich nicht über diesen langen Zeitraum. Dazu sind spezielle Anordnungen der Briketts nötig, die sogeannnte  Minion Ring Methode. Lest hierzu unter der Kategorie Barbecue den Artikel Minion Ring Methode. Die Briketts sind außerdem immer gleich groß und dadurch gut im Grillraum zu verteilen und anzuordnen. Sie zerfallen nicht so schnell wie Holzkohle und halten die Temperatur konstanter.  Bei den Briketts ist allerdings der Holzkohlegeschmack nicht vorhanden. Deswegen muss auch beim Smoken mit Briketts zur Raucherzeugung immer mit Chips oder Chunks* gearbeitet werden. Wenn man einen Smoker mit Buchenholz anstelle von Briketts betreiben würde, dann könnte man sich die Chips oder Chunks sparen.

Teuer vs Billig

Preislich gesehen ist die Holzkohle etwas billiger als die Briketts. Wir greifen bei beiden nicht zu den billigsten Varianten. Bei den Holzkohlen sind hierbei häufig sehr unterschiedlich große Kohlestücke enthalten und vor allem sehr viele äußerst kleine. Die zu großen Holzkohlestücke erzeugen punktuell zu viel Wärme und die extrem kleinen Stücke fallen durch den Kohlerost hindurch oder verbrennen sehr schnell. Bei sehr billigen Briketts haben wir die Erfahrung gemacht, dass diese außerordentlich schwer entzündbar sind und leicht wieder ausgehen, wenn sie etwas weniger Luft bekommen. Außerdem brennen diese nicht so lange und erzeugen weniger konstante Hitze. Beim anzünden der billigen Briketts entsteht außerdem sehr viel Rauch.

Hierzu habe wir folgenden Versuch durchgeführt. Wir haben Briketts vom Discounter und Weber Briketts miteinander verglichen.

Briketts Discounter vs Weber
Briketts vom Discounter vs Weber

Beide Briketts wurden in einem Anzündkamin mit 2 Natur-Grillanzünder*  angezündet. Die Discounterbriketts hatten eine extreme Rauchbildung. Nach einigen Minuten waren die Weberbriketts stark am glühen und die Discounterbriketts rauchten hingegen noch extrem.

 

Briketts Discounter vs Weber!
Briketts vom Discounter vs Weber!

Einiger Zeit später brannten beide Varianten, wobei die Weber Briketts mehr Hitze erzeugten und konstanter herunterbrannten. Außerdem gaben sie über einen längeren Zeitraum brauchbare Wärme ab. Aus den Erkenntnissen aus diesem Test empfehle ich auf jeden Fall, dass man sich nicht die billigsten Holzkohlen bzw. Briketts kaufen sollte, sondern eher auf Qualität achten sollte.

 

Resumee: Es müssen nicht die allerteuersten Holzkohlen und Briketts sein, aber von den Billigvarianten ist klar abzuraten. Hier haben wir einige Beispiele zusammengestellt, die auf jeden Fall Spass und vor allem ordentlich Hitze und Beständigkeit beim Grillen und Smoken bringen. Wer öfters Grillt dem empfehlen wir die größeren Kohle bzw. Brikettssäcke, da diese im Kilopreis billiger sind und man nicht ständig nachkaufen muss.

Holzkohle Vorteilspackungen:

BBQKontor Grillkohle und Anzünder*

Steakhousegrillkohle und Ökoanzünder*

Briketts Vorteilspackungen:

Grill Republic Briketts*

Weber Holzkohlebriketts*

Tipp: Als Empfehlung  fürs direkte Grillen von kleinen Fleischstücken (<1kg), Grillwürsten, Gemüse etc. kann eine Mischung aus 70% Holzkohle und 30% Briketts zusammengestellt werden. Somit vereinigt man die Vorteile beider miteinander. Man hat eine schnelle direkte Hitze und wenn die Holzkohle anfängt Temperatur zu verlieren halten die Briketts die Temperatur noch einige Zeit auf einem guten Niveau.

Tipp: Wenn ihr sehr lange Smoken/Garen wollt, wie es z.B. bei einem Beef Brisket nötig ist, dann verwendet Briketts mit denen ihr bereits Erfahrungen gesammelt habt. Andernfalls brennen die Briketts teilweise zu schnell runter oder erzeugen zu wenig Hitze. Dies ist ärgerlich. Für Beef Brisket oder Pulled Pork verwenden wir ausschließlich Weber Briketts, da wir mit diesen gute Erfahrungen gesammelt haben und sie einschätzen können.

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